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Die Geschichte des Sportvereins

 

Im Jahre 1946 sollte der Fussballclub Murg, 'FCM', wiedergegründet werden. Doch die französische Militärregierung ließ dies, wie auch beim Turnverein, nicht zu.
So entstand nach dem 2. Weltkrieg der Nachfolgeclub, der Sportverein BLAU-WEISS Murg e.V.

Es war ein reiner Fussballclub, der im Frühjahr 1919 im damaligen Café Müller aus der Taufe gehoben wurde.
Murger-, Niederhöfer- und Harpolinger Fussballfreaks hatten zuvor schon lange 'wild gekickt und gebolzt'.

Vor allem die Harpolinger Brüder Anton und Josef Baumgartner waren aktiv. Sie haben das Fussballspiel in englischer Kriegsgefangenschaft gelernt und zu Hause weitergegeben.

Während an der Gründungsversammlung nur wenige Fussballfreunde anwesend waren, trafen sich Ende 1919 bei der ersten Generalversammlung schon 42 Mitglieder. Einem Zeitungsbericht zufolge gehörten dem neugegründeten FCM schon 17 Passivmitglieder an. Man gab sich eine Satzung und ein offizielles Outfit:
Schwarze Hose, weisses Trikot mit schwarzem Brustring und das Emblem 'FCM'. Stamm- bzw. Vereinslokal der Murger Fussballer wurde das Gasthaus Adler.

 

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Häuptli, S. Hoffmann, A. Baumgartner, V. Weiß, B. Brutsche, P. Döbele, S. Döbele, E. Häuptli, O. Häuptli, H. Eble, G. Ebner (1. Vorsitzender), S. Gantert, Hürzeler, Bosch (Lehrer)

Gustav Ebner war es, der als erster Vorstand und großes Organisationstalent ab 1920 den FCM mit viel Engagement und Erfolg führte. Einen Sportplatz im heutigen Sinne hatte man noch nicht. Man kickte auf der 'Gerteisermatte' zwischen Bahnlinie und Rhein im heutigen Industriegebiet. Dieses Terrain diente viele Jahre später noch als DJK-Sportplatz. Man spielte anfangs mit einer 'Aktiven'- und einer 'Altersmannschaft'.
Spieler der ersten Mannschaft waren unter anderem:
Karl Peter, Martin Lütte, Anton und Josef Baumgartner, Paul Döbele.
Zur Altersmannschaft gehörten u.a. Otto Willy, Karl Seiler und Otto Schäfer.

 

 

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G. Weiß, I. Huber, K. Peter, G. Baumgartner, S. Baumgartner, O. Rettich, A. Baumgartner, V. Weiß, M. Lütte, K. Matt A,. Baumgartner, K. Fritsch, H. Elble

Während die Gemeinde und die Murger Bevölkerung dem FCM zu dieser Zeit nicht gerade positiv gesinnt waren, war die Vorläuferin der Firma H.C. Starck, die Firma Ampere GmbH, dem FCM aufgeschlossen eingestellt. Direktor Niemayer, Dr. Diefenthäler und Dipl. Ing. Krellwitz nahmen sich der FCM-Anliegen an. Sie stellten den Murger Fussballern das westliche Firmengelände - den heutige Ferroplatz - kostenlos zur Verfügung.
Bald wurden diese Herren zu Ehrenmitgliedern des FCM ernannt. Es konnte nun ein geregelter Spielbetrieb abgewickelt werden. Anfangs wurden lediglich Freundschaftsspiele ausgetragen. Doch schon in den 20er Jahren maß sich der Club mit anderen Vereinen in der offiziellen Wettkampfrunde, wie es sich seinerzeit nannte. Mit der Zeit wich in der Bevölkerung die anfängliche Skepsis. Mit dazu beigetragen hat die Durchführung zahlreicher Feste und Aktivitäten in den 20er und 30er Jahren. In einem Festumzug mit Festjungfrauen, Musikverein und bis zu 18 Fussballmannschaften zog man durch das Dorf auf den Fussballplatz. Der FCM hatte sich zu einer festen Grösse im Vereins- und Dorfleben entwickelt. Aufgrund der Auswirkungen des 2. Weltkrieges wurde der Spielbetrieb 1942 eingestellt. Viele waren an der Front, es gab Vermisste und Gefallene. Es war nicht mehr die Zeit der 'herrlichsten Nebensache der Welt'.

Ehemalige Mitglieder des FCM und des Turnvereins trafen sich am 05.09.1946 zur Gründungsversammlung des Sportverein Blau-Weiss Murg e.V. im Gasthaus Murgtal, das bis 1964 das offizielle Vereinslokal war. Eine Wiederzulassung des FCM und des Turnvereins wurde von der französischen Militärregierung nicht genehmigt. Der Turnverein erhielt erst zum 01.01.1950 wieder sein Eigenleben.

Das Gründungsprotokoll vom 05.09.1946 lautet:

'Der Verein hat einen allgemein-sportlichen Charakter und verfolgt den Zweck, die körperliche Heranbildung und den Sportbetrieb für seine Mitglieder zu pflegen, insbesondere in den Sportarten Faustball, Fussball und Leichtathletik.'

Am 11.03.1948 gab die französische Militärregierung die Genehmigung zur 'Aufnahme des Geräteturnens und der Schwerathletik'. Die erste Turnstunde fand am 02.04.1948 statt.

Im SV Blau-Weiss vereinigten sich Faustball-, Fussball- und Tischtennisspieler, ehemalige Turner und Turnerinnen sowie Freunde des Schachspiels.
Ein Highlight dieser Zeit:
Am 11.12.1948 hatte der SV Blau-Weiss den Großmeister Bogoljubow zu Gast, der gegen die Schachabteilung ein Simultanspiel an 22 Brettern zur Durchführung brachte.

Laut Tätigkeitsbericht des 2. Vorsitzenden Hermann Wurster an der Generalversammlung am 29.01.1949 war die Währungsreform am 20.06.1948 auch für den Verein eine 'einschneidende Maßnahme'. Im Bericht heißt es:
'Wir alle standen im vergangenen Jahr vor dem Nichts. Die Vereinsleitung hat daher beschlossen, unseren Mitgliedern ein finanzielles Entgegenkommen zu gewähren, indem der Mitgliedsbeitrag für aktive und passive Mitglieder, die ohne eigenes Einkommen sind, bis auf weiteres nicht erhoben wird. Von einem Beitrageinzug für das 2. Quartal 1948 wurde Abstand genommen.'

Mitgliederstand am 29.01.1949:    257
Die Fussballabteilung wurde am 07.10.1948 gegründet. Das erste Fussballspiel war ein Freundschaftsspiel am 12.09.1948 in Karsau. Bis zur Fertigstellung des 'Ferroplatzes' mussten die Spiele auswärts ausgetragen werden. Laut Bericht am 29.01.1949 wurden alle Spiele verloren. Erster Abteilungsleiter wurde Joachim Sprenger. Er wurde 1949 auch erster Jugendleiter und später Bezirksjugendwart des Fussballverbandes Bezirk Oberrhein.

Am 14.08.1949 war es soweit: Der Sportplatz bei der Ferro konnte durch Bürgermeister Düsch übergeben werden. Der Platz musste - außer der erstmaligen Vermessung - durch Eigenleistung hergerichtet werden. Nachdem die Heuernte eingebracht war, wurde Tag für Tag, Woche für Woche intensiv bis zur Sportplatzeinweihung gearbeitet. Die seinerzeitige Mitteilung der Gemeinde hierzu:
'Kosten, die für Erdbewegungen, Einebnen und Einzäunen des Platzes entstehen, müssen durch den Verein getragen werden, da die Gemeinde den im Haushaltsplan für den Sportverein angesetzten Betrag schon für die Turnhalle ausgegeben hat.' 
Protokollauszug zum Tagesordnungspunkt 'Sportplatzeinweihung' vom 07.08.1949 (Werner Brutsche):
'06:00 Uhr    Wecken durch die Feuerwehrmusik Murg - Besuch des Gottesdienstes
10:45 Uhr    Schülerspiel Säckingen - Murg
12:30 Uhr    B-Jgd. Wehr - Murg
13:30 Uhr    A-Jgd. Wehr - Murg
14:45 Uhr    Einweihung des Sportplatzes
15:15 Uhr    Laufenburg I - Murg I als Eröffnungsspiel
17:00 Uhr    Säckingen I - Brennet I
Die offizielle Einweihung soll durch Bürgermeister Düsch erfolgen. Den Sportverein vertritt der 2. Vorsitzende Wurster. Die Spielleitung obliegt dem Sportleiter Brutsche.
20:00 Uhr    Ab diesem Zeitpunkt findet im Gasthaus zum Murgtal Tanzunterhaltung mit öffentlichem Charakter statt.'

Die Fussballabteilung - das Kernstück des SV Blau-Weiss - begann offiziell mit einer 1. Mannschaft in der Verbandsrunde 1949/50 in der 'Kreisklasse Gruppe 3 Rheintal' und mit einer Jugendmannschaft (bis 20 Jahre !) in der gemischten Jugendgruppe IV. Die 1. Mannschaft stand nach Abschluss ihres Spieljahres unter 11 Mannschaften auf dem 7. Platz. Ab der Verbandsrunde 1950/51 wurde auch eine 2. Mannschaft gemeldet. Ab Saison 1951/52 wurde die Klasseneinteilung geändert: Die bisherige Bezirksliga wurde die A-Klasse Oberrhein, die Kreisklassen wurden aufgeteilt in B- und C-Klassen. Murg I spielte in der B- und die 2. Mannschaft in der C-Klasse. 1953 war der Aufstieg in die A-Klasse Oberrhein geschafft. Alle Nachrundenspiele - bis auf das letzte Unentschieden gegen Erzingen - wurden gewonnen. Diese erfolgreiche Saison wurde ohne Verwarnung oder Strafpunkte über die Runde gebracht. Hierfür erhielt die 1. Mannschaft von Südbadischen Fussballverband Freiburg den 'Sportlichkeitspreis' in Form eines Geldbetrages.

 

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A-Jugend 1954

 

 

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Gebrüder Rogosch 1955/56 von links nach rechts: Robert, Reinhold, Winfried, Erwin, Kurt es fehlen: Peter, Klaus

Die Murger Fussballer wurden zu einem Begriff zwischen Jestetten, Istein und Todtnau. Dies war unter anderem auch der Tatsache zu verdanken, dass Ende der 40er und Anfang der 50er Jahre mehrere Familien (z.B. Heimatvertriebene und Flüchtlinge) in Murg ihre neue Heimat fanden. Diese 'Neu-Murger' brachten für den Sportverein hervorragenden Nachwuchs und spielerische Verstärkung.

Spieler, welche die erste Nachkriegsmeisterschaft für den SV Blau-Weiss errangen waren:
Lehmann Erich, Knochel Karl, Rogosch Kurt, Rogosch Erwin, Albrecht Stephan, Probst Franz, Gerspach Heinz, Schäuble Werner, Jeromin Willi, Lipkowski Karl, Schneider Rudolf, Brandenburger Arthur, Sprenger Hans, Rogosch Reinhold, Haas Walter, Zankanella Timo. Erfolgreichster Torschütze war Sprenger Hans. 

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1. Mannschaft 1952 H. Sprenger, H. Gerspach, W. Schäuble, W. Jeromin, K. Lipkowski, R. Schneider, G. Ege Fr. Probst, St. Albrecht, K. Rogosch, E. Lehmann, A. Brandenburger, E. Rogosch

 


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1. Mannschaft 1972 stehend: Zumsteg K., Felger H., Klingler D., Hoffmann B., Schellin G., Bittner R., Mutter L. Rogosch W. knieend: Lütte M., Schellin S., Becker L., Maier R.

Die beiden Bezirksmeisterschaftsspiele gegen den FC Zell i.W. gingen mit 1:8 auf eigenem Platz und 1:5 in Zell verloren. Die 1. Mannschaft spielte nun 22 Jahre ununterbrochen in der A-Klasse. Meist gab es Platzierungen im Mittelfeld. Beste Saison war das Jahr 1967/68, das mit 32:23 Punkten den dritten platz hinter VfR Rheinfelden und SV Laufenburg brachte. Kaum schlechter war der vierte Rang im Jahr 1965/66, sowie die fünften Plätze in den Spielzeiten 1956/57, 1958/59 und 1966/67. Es überraschte daher, dass die älteste A-Klassenmannschaft in der Saison 1974/75 den letzten Platz belegte und in die B-Klasse abstieg. 1977/78 wurde sie Staffelmeister und nach Spielen gegen Fahrnau und Stetten auch noch Bezirksmeister der B-Klasse. Die Wiederaufstiegsfreude dauerte allerdings nur ein Jahr. Diesmal musste die 'Erste' als Drittletzter in die Kreisliga A zurück. Aber bereits nach 2 Jahren sprang der dritte Titel heraus. Leider war die Saison 1981/82 nur ein 'einjähriges Gastspiel' in der Bezirksliga. Vereinstorschützenkönig war und ist Rudolf Bittner mit 157 Toren in der A-Klassen-Mannschaft.

Das Leistungsvermögen stagnierte und leider musste in den Folgejahren wiederholt gegen den Abstieg gekämpft werden. Immer wieder hatten wir es geschafft.
In der Saison 1992/93 wurde 'die Sache' erst im letzten Spiel entschieden. Noch einmal war es gutgegangen.
Doch am 02.06.1996, an diesem denkwürdigen Sonntag in Bergalingen waren wir offensichtlich vom Glück verlassen. In diesem Abstiegsfinale hätte ein Punkt gereicht, doch wir hatten mit 2:1 verloren. Wir waren in die Kreisliga B abgestiegen. Viele Murger waren in Bergalingen. Mehrmals berichtete die Presse über dieses für den SV BLAU-WEISS gravierende Ereignis.
Nun stellte sich für die Vereinsführung und die Spieler die Frage: Wie ist dieser Tiefschlag wegzustecken ? Warum war dies möglich, zumal wir doch einen relativ guten und grossen Spielerkader vorzuweisen hatten.
Doch die Verpflichtung zur Tradition, das starke Zusammengehörigkeitsgefühl und ein gesundes Selbstbewusstsein gaben uns dennoch Zukunftsperspektiven.
Rudi Bittner und Günter Schellin, zwei echte BLAU-WEISSLER, nahmen in den kommenden drei Jahren das Heft in die Hand. Schon im ersten Jahr war die Meisterschaft und der Wiederaufstieg in die Kreisliga A geschafft. In den folgenden Jahren wurde der weitere Aufstieg in die Bezirksliga jeweils nur knapp verpasst.

Am 17.06.2000, an einem sonnigen Samstag, war es dann aber doch soweit: Mit Trainer Michael Kalt und einer reifer gewordenen Elf ist die 1. Mannschaft nach 18 Jahren wieder in das Oberhaus des Bezirks aufgestiegen. Das Finale wurde in Murg gegen Schopfheim mit 2:1 gewonnen. Die Feuerwehrmusik spielte nach Spielende auf und Bürgermeister Schöke gratulierte per Stadionmikrophon. Die Freude war riesengross. Das ganze Dorf nahm Anteil, was sich in einem offiziellen Empfang durch die Gemeinde niederschlug. 

Die Meistermannschaft Saison 1999/2000

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- hintere Reihe von links:
Toni Ingrasciotta, Alex Volle, Sven Schäuble, Patrick Ebner, Mario Langer
- mittlere Reihe:
Präsident Ludwig Mutter, Thomas Brutschy, Marcel Dörflinger, Daniel Husemann, Frank Mutter, Alexander Urich, Betreuer Axel Vökle, Vorsitzender Konrad Mutter
- vorne:
Trainer Michael Kalt, Daniel Waage, Burkhard Kubanczyk, Tommaso Giannone, Tim Eyears Matthias Langer, Dominik Rufle, Masseurin Daniela Urich

Zu unserer großen Freude wurde das Schnupperjahr in der Bezirksliga in der Saison 00/01 mit einem 8. Tabellenplatz abgeschlossen. In den Medien bekamen wir eine überaus gute Kritik.

"Murg war für die Bezirksliga eine Bereicherung" lautete eine Überschrift in der Badischen Zeitung zum Resümee der abgelaufenen Saison. 

Die 2. Mannschaft hat 1995 - wie schon in den 80iger Jahren - den Aufstieg in die Kreisliga B geschafft.
1996 hätte die Mannschaft sogar in die A-Klasse aufsteigen können, wenn die 1. Mannschaft nicht abgestiegen wäre.
Für das Spieljahr 97/98 wurde erstmals eine 3. Mannschaft für die Kreisliga C gemeldet.
Zum Saisonauftakt 2000/01 waren 56 Aktive im Training ! Dies kann wohl kaum ein Verein unserer Größenordnung im Bezirk Hochrhein aufweisen. Daher ist die 3. Mannschaft nun schon fester Bestandteil unseres Spielbetriebs.

Nach einstimmigem Vorstandsbeschluss vom 06.04.1956 traten die Faustballer geschlossen zum Turnverein über. Einer der Gründe waren die Eigentumsverhältnisse des Faustballplatzes 'Ewigkeit'. Er war und ist Eigentum des Turnvereins. Da sich unterdessen die übrigen Abteilungen aufgelöst hatten, war der Sportverein Blau-Weiss Murg ab diesem Zeitpunkt wieder ein reiner Fussballverein - bis zum 19.12.1965.

Mit diesem Datum stellten die Tischtennisabteilung des TV Murg und die sich unter Max Bollin neu formierte Reitergruppe Antrag auf Aufnahme in den Sportverein. Beide Gruppen wurden als selbständige Abteilungen übernommen. Die Reiterabteilung hat sich 1970 leider wieder aufgelöst.

Seit 1949 - mit einigen Unterbrechungen - wird beim SV BLAU-WEISS Tischtennis gespielt. Die Tischtennisabteilung hatte ihre Höhepunkte in den Jahren 1968 - 1973 mit zeitweise 2 Herren, einer Damen- und zwei Jugendmannschaften.
Es wurde in der Kreisklasse A gespielt, zweimal wurde der Aufstieg in die Bezirksklasse geschafft.
Mit Petra Flum hatten wir seinerzeit ein Ausnahmetalent in unseren Reihen: 1970 nahm sie an den Deutschen Meisterschaften der Damen (Jugend) in Berlin teil.
1975 kam es leider zur Auflösung, bis am 14.12.1983 die Neugründung erfolgte.
Erfreulich: 2001 wurde die 1. Mannschaft Meister und ist in die Kreisklasse A aufgestiegen.

Auch Damenfussball konnte man kurze Zeit beim SV Blau-Weiss bewundern. Leider war der Fussballsport seinerzeit für Frauen noch ein Kuriosum. 1970 fanden sich die ersten Mädchen und Damen, um zunächst nur intern Fussball zu spielen. 1971 wurde dann eine Damenfussballmannschaft dem Verband gemeldet, doch nach 2 Jahren schon fehlte es am notwendigen Nachwuchs, so dass die Mannschaft wieder zurückgezogen werden musste.

Schon im Protokoll der Vorstandssitzung vom 25.11.1955 ist zu lesen, dass eine Alte-Herren-Fussballmannschaft gegründet werden sollte. Doch hierzu kam es erst im Jahre 1961.
Heute ist das AH-Team aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken. Die 'Alten Herren' verkörpern Tradition und Beständigkeit. Sie geben gleichermaßen Zeugnis und Beispiel für Vereinstreue und Gemeinsinn. Zum großen Teil gründet sich der Vereinsnachwuchs aus deren Kindern und Enkeln. 

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Die AH-Mannschaft 1986 zum 25-jährigen Bestehen hinten (li-rechts): Erwin Rogosch + (Gründungsmitglied), Adolf Sperka, Arthur Brandenburger +, Albin Sarmann, Paul Völkle, Reinhold Rogosch +, Kurt Fiehn vorne (li-rechts): Rudi Schneider, Reiner Werner +, Horst Lais, Willi Jeromin + (Gründungsmitglied) Karl Knochel + (Gründungsmitglied), Horst Kühnrich, Josef Feißt +

Das 'Wertvollste' im sportlichen Bereich war und ist die Jugendabteilung. Mehr als 100 Kinder und Jugendliche sind in einer Tischtennis- und 7 Jugendmannschaften organisiert. Woche für Woche werden annähernd 20 Übungsstunden auf dem Sportplatz und in der Halle durchgeführt. Mehr als 20 Leiter, Betreuer und Trainer nehmen sich der Jugendarbeit an. Während in den ersten Jahren nur eine A-Jugend gemeldet war, wurde Ende der 60er/Anfang der 70er Jahre der Spielbetrieb auf alle Klassen - von der F- bis zur A-Jugend - ausgedehnt. Die Jugendarbeit beim SV Blau-Weiss steht sowohl im spielerischen als auch im allgemeinen Bereich auf hohem Niveau.


Erwähnenswert ist, dass besonders über unsere Fussballjugend rege und intensive Kontakte zu unserer Partnerstadt Mehún sur Yevre in Frankreich bestanden und bestehen. Bis dato werden diese Kontakte gepflegt.

Die Ära 'Ferroplatz' ging 1973 zu Ende. Fast 50 Jahre hat uns die 'Ferro' den Platz zur Verfügung gestellt. Der Ferroplatz mit seinem ganz besonderen Flair ist traditionsbeladen und hat SV-Geschichte gemacht. Für alle und jedermann immer zugänglich, trafen sich dort Buben und Jugendliche jahrein jahraus zum Spiel. Mancher gute Spieler hat auf diesem Terrain das Fussballspiel erlernt und manch Anekdote, über die heute noch geschmunzelt wird, hat sich auf diesem Platz zugetragen.

Die Inbetriebnahme und Einweihung des Sportplatzes 'Breitematt' am 24.06.1973 war der Beginn eines neuen Abschnittes in der Vereinsgeschichte. 
Bei der Verwirklichung des Projektes haben zahlreiche 'Blau-Weissler' durch unzählige Arbeitsstunden mitgeholfen und Gemeinsinn bewiesen. So wurden der Innenausbau, Außenanlagen und Einfriedung in Eigenregie fertiggestellt. Zweifelsohne gingen von der Inbetriebnahme dieser doch recht ansehnlichen Anlage für das Vereinsleben positive Impulse aus.

Bis zur Übernahme des Sportheims war das Gasthaus 'Zum Peter' seit 1965 Vereinslokal. Der 'Peter' war für unsere Gastmannschaften Anlaufstelle mit Dusch- und Umkleidemöglichkeiten.

 

Mit Übernahme und Verwaltung der neuen Liegenschaften wurde aus der bisherigen herkömmlichen Vereinsführung eine 'Geschäftsführung'. Verwaltung, Bewirtschaftung, Verpachtung, Erhaltung und Pflege, Betriebskosten, Haftung und Versicherung sowie die Durchführung von Veranstaltungen zur Finanzierung dieser Kosten sind einige Stichworte für den gestiegenen Arbeits- und Verwaltungsaufwand.

Am 31.08.1993 wurde der wegen eines ständigen Nässeproblems von Grund auf sanierte Rasenplatz für den Spielbetrieb freigegeben.

Mit der Inbetriebnahme des Tennenplatzes am 27.07.1985 war für alle drei Murger Sportvereine, neben dem SV Murg der SV Niederhof und der SV Hänner, ein optimaler Trainings- und Spielbetrieb gewährleistet.

Vom 16. - 20.06.1994 wurde das 75-jährige Vereinsjubiläum gefeiert. In einer anspruchsvollen Festschrift wurde die Vereinsgeschichte aufgearbeitet, das Vereinsprofil aufgezeigt und durch das umfangreiche Festprogramm geführt.
Kein Zweifel: Die sehr gelungenen Feierlichkeiten waren mit Sicherheit einer der Höhepunkte unseres Vereinslebens. Neben verschiedenen sportlichen Veranstaltungen auf dem Sportplatz fanden in der Murgtalhalle ein Festbankett und ein großer Gala-Abend mit Künstlern aus Rundfunk und Fernsehen statt.
Das Jubiläums-Benefiz-Fussballspiel zugunsten des Projektes "Straßenkinder Brasiliens" brachte dem Murger Pater Trächtler 4.500,- DM ein. Mit Sicherheit gingen vom Jubiläum ersprießliche Impulse aus, sowohl für das Vereinsleben als auch für unser Vereinsimage.

Der SV Blau-Weiss integriert heute nahezu 260 Sporttreibende und mehr als 270  passive Mitglieder. Der Verein fühlt und betrachtet sich als fester Bestandteil des kulturellen sportlichen Geschehens in der Gemeinde Murg.
Erfreulich ist auch die bisher ohne Schwierigkeiten durchgeführte Integration ausländischer Jugendspieler. Auch hierin sieht der Verein seine Aufgabe und Verpflichtung.

Der SV Blau-Weiss Murg ist auch in Zukunft bemüht, Tradition und Identität zu bewahren und gleichzeitig seinen Fortbestand durch eine moderne, fortschrittliche Vereinspolitik sicherzustellen. 

Die Vorstände

Josef Keller                
Werner Brutsche
Karl Peter
Günter Ege
Robert Turowski
Willi Jeromin
Hans Sutter 
Willi Jeromin 
Georg Maisch
Max Bollin
Georg Maisch
Hans Esters
Adolf Herrmann
Bruno Hoffmann
Rolf Eckert
Bruno Hoffmann
Edgar Ebner
Fritz Volle
Konrad Mutter
Armin Eschbach
Frank Mutter
Armin Eschbach
Andreas Jehle

+ 1946 - 50
+ 1950 - 52
+ 1952 - 55
1955 - 57
+ 1957 - 60
+ 1960 - 64
+ 1964 - 65
+ 1965 - 68
1968 - 69 (komm.)
1969 - 70
1970 - 71
1971 - 74
1974 - 76
1976 - 80
1980 - 83
1983 - 87
1987 - 93
+ 1993 - 94
1994 - 01
2001 - 2007
2007 - 2008
2008 - 2010
2010 - heute

Die Präsidenten (erst seit 1961)

Hermann Schlageter +
Hans Esters
Ludwig Mutter

+ 1961 - 77
1977 - 80
1980 - 2004

Die Ehrenpräsidenten

Hermann Schlageter +
Ludwig Mutter

seit 24.06.1977
seit 22.07.2004

Die Ehrenmitglieder

Willi Jeromin +
Adolf Herrmann
Erwin Rogosch +
Agnes Lunnebach +
Paul Völkle
Reiner Rufle
Robert Rogosch
Kurt Schäuble
Günter Schellin
Rudolf Bittner
Konrad Mutter
Bruno Hoffmann

seit 16.06.1994
seit 16.06.1994
seit 16.06.1994
seit 18.07.2002
seit 17.07.2003
seit 29.07.2005
seit 21.07.2006
seit 21.07.2006
seit 21.07.2006
seit 21.07.2006
seit 20.07.2007
seit 18.07.2008

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 28. November 2010 )
 
| WEBMASTER Andreas Langer |